Marcel Zeumer

Grenzenlos

Unser Alltag setzt uns in vielerlei Hinsicht Grenzen. Sei es durch Zäune und Mauern, Straßenführungen oder durch Regeln. Grenzen können hilfreich sein, damit unser Leben geordneter funktioniert. Der Wunsch »Grenzenlosigkeit zu erleben« scheint jedoch ebenso in uns verankert zu sein und weckt große Gefühle. Das Fliegen verkörpert dies deutlich. Nach rechts, links, oben und unten, können wir uns dann frei bewegen. Der Sichtflug bieten zudem noch grenzenlose Möglichkeiten seine Route spontan zu bestimmen, was Freiheit und Lebensgefühl zugleich ist.
Beeindruckend wenn man weiß, wie neu diese Möglichkeit für die Menschheit ist. Die Schwelle zum Himmel zu überwinden, war vor etwas mehr als 100 Jahren, noch eine kühne Idee von Avantgardisten wie Otto Lilienthal.
Die Reportage nimmt den Betrachter mit, von der Begrenztheit am Boden, über das sich Erarbeiten der Grenzenlosigkeit, das eigentliche Erleben und zum Abschluss wird deutlich, dass nach dem Landen Grenzen wieder Einzug in unseren Alltag erhalten. Für die Aufnahme dieser Fotoreportage, unternahm Pilot Jan Vahlenkamp mit mir – Marcel Zeumer – einen Flug von Salzgitter nach Braunschweig.

 

Landleben

Der Großteil der Deutschen lebt in Städten oder Ballungsräumen. Das Stadtleben ist modern und hektisch, um den Kontrast in Hannover zu erfahren, reichen 10 km Entfernung vom Stadtzentrum Kröpcke. Einiges entspricht den Erwartungen, wenn man sich auf den Weg, in ein Dorf macht; viele Landwirte, in jedem Dorf eine Kirche, sowie Feuerwehr. Kleine Betriebe prägen das Bild vom Land. Unerwartet findet man Betriebe, die man zuvor nicht im Sinn hatte. Ein Mann der Tierfelle aufbereitet oder ein Sägewerk, welches aus einer anderen Zeit zu sein scheint. Wenn man die Leute anspricht, erwartet ein einerseits kühles Desinteresse, manchmal aber auch aber eine große Offenherzigkeit. Kennt man sich eine halbe Stunde, passiert es es schon mal, dass man – bei den eben noch Unbekannten – am Wohnzimmertisch sitzt, samt gastfreundlichen Kaffee. Nach einer Stunde weiß man alle Eckpunkte einer Lebensgeschichte.


PORTRÄTSERIE ANSEHEN

BOTY – Battle of the Year 2018

Das Battle of the Year – kurz BOTY – ist eine Erfolgsgeschichte der Hannover Breakdance-Szene. 1990 gründete Thomas Hergenröther das Event im Freizeitheim Döhren. Das Event bringt: Breakdancer, Graffitiwriter, DJs und Rapper zusammen. Hauptteil des Events ist die Breakdance Competition. Die nationalen Gewinner eines Landes qualifizieren sich für das BOTY International. 25 Länder nahmen 2018 am BOTY International in Frankreich teil.

Dort wo alles begann – im Freizeitheim Döhren – traten 2018 wieder die nationalen Teilnehmer gegeneinander an, um sich fürs internationale Finale zu qualifizieren. Veranstalter, Teilnehmer und Zuschauer kennen sich oft, es ist ein Treff der Szene. Immer wieder treten zwei Teams gegeneinander an; während die einen performen, strafen die Gegner die Leistung mit herabwürdigen Gesten und Blicken. Eine Jury entscheidet per Handzeichen wer besser war. Wo eben Konkurrenzkampf war, geben sich die Teams nun Respekt. Gegen Ende der Veranstaltung tritt Hip-Hop-Größe Samy Deluxe als Überraschungsgast auf. Natürlich nutzen einige B-Boys diese Gelegenheit, ihr Talent unter Beweis zu stellen und tanzen während Samys Auftritt.


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Die Pflege

Seit der Bundestagswahl 2017, ist die Pflege ein anhaltendes Politikthema. Fragen über die Personaldecke, körperliche und mentale Belastung, sowie Vergütung, bestimmen den Diskurs. In einer heutigen Pflege-Berufsschulklasse sagt man sich "Ich werde diesen Beruf wohl nicht bis zur Rente machen können". Doch wie sieht es vor Ort tatsächlich aus?

Kumari kam 2015 von Nepal nach Deutschland. In Nepal absolvierte sie ihr Abitur, sowie ihren Bachelor. In ihrer Heimat ist es üblich, dass die Familie sich um alte Familienangehörige kümmert. Mit der Pflege in Deutschland, kam Kumari nach einem Praktikum im Universitätsklinikum Gießen, im August 2017 erstmals in Kontakt. Sie beschloss eine Ausbildung zur Altenpflegerin zu beginnen. Beweggrund dafür war, dass sie etwas Neues lernen wollte, die Ausbildung in Nepal ist zudem sehr teuer.

Die Reportage zeigt die Höhen und Tiefen des Berufs. Ziel dieser Arbeit war, auch die positiven Seiten – von denen man meist wenig hört – zu zeigen. Anhand Kumari sieht man eindrucksvoll, wie man mit viel Liebe und Empathie dieser Arbeit nachgehen kann.

Abseits der geplanten Reportagen, hält das Leben viele spannende einzelne Momente bereit. Stimmungsvoll spielt ein Klavierspieler in der Fusgängerzone von Leipzig, Berge beeindrucken mit ihren Panorama und Frankfurt mit seiner Skyline.


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Das Porträt bietet viele Möglichkeiten, die einzelnen Facetten einer Person hervorzuheben. Seien es Werte wie »Einigkeit Recht & Freiheit« oder der dynamische Sportsgeist.

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